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Grönland: Land der Menschen |
Grönland |
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Die größte Insel der Welt ist reich an Geschichte und unberührter Natur.
Grönland heißt auf Grönländisch Kalaalit Nunaat, was so viel bedeutet wie „Land der Menschen“, und ist mit 2.175.600 km_ die größte Insel der Welt. Das entspricht der kombinierten Fläche Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands, Spaniens, Italiens, Österreichs, Belgiens und der Schweiz. Und doch leben nur rund 56.000 Menschen auf diesem gigantischen Areal. Etwa 85 Prozent von ihnen sind in Grönland geboren, während die übrigen hauptsächlich aus Dänemark zugewandert sind. Etwa ein Viertel der Bevölkerung, genauer 14.272, wohnen in der größten Ansiedlung und Hauptstadt Nuuk. Noch heute beruht die Wirtschaft des Landes schwerpunktmäßig auf dem Export von Fisch und Fischprodukten.
Das grönländische Klima ist durch polare und subpolare Verhältnisse geprägt. Das bedeutet, dass die Durchschnittstemperatur in keinem Monat über 10 Grad Celsius liegt. Das heißt aber nicht, dass sich hier nur Eisbären wohl fühlen können. Das grönländische Klima ist sehr trocken, so dass die Temperaturen anders wahrgenommen werden als in Europa. So werden 10 bis 15 Grad Celsius durchaus als warm empfunden, und selbst -10 Grad Celsius können noch sehr angenehm sein. Im Sommer steigt die Temperatur an einzelnen Tagen sogar auf bis zu 20 Grad Celsius an, während sie im Winter in manchen Regionen auf bis zu -40 Grad sinken kann. Etwa 81 Prozent der Fläche Grönlands wird vom Inlandeis bedeckt, das an manchen Stellen bis zu 3.000 Meter dick ist. Es bewegt sich an den Küsten zum Meer und lässt oft Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen. Alle Ortschaften und Siedlungen befinden sich daher an der eisfreien Küste - die meisten von ihnen an der Westküste, die im Einflussbereich des warmen Golfstroms liegt. So hat Grönland gerade für Naturfreunde viele faszinierende Kontraste zu bieten. Geografisch gesehen gehört Grönland zum
arktischen nordamerikanischen Kontinent. Im Norden trennt ein gerade
einmal 26 Kilometer schmaler Wasserweg die Insel von Kanada. Geopolitisch
zählt Grönland jedoch zu Europa, da es dem Königreich Dänemark angehört.
Das Land besitzt aber seit 1979 innere Autonomie und wird nur in einzelnen
Bereichen von den Dänen gelenkt. Hierzu gehören unter anderem Fragen der
Außenbeziehungen, der Verteidigung, der Gesetze sowie der Währung. So hat
Grönland nach einer Volksabstimmung 1985 als bisher einziges Land die
Europäische Union verlassen, in erster Linie wegen Überfischung durch
damals westdeutsche Fangflotten. Die Insel genießt allerdings weiterhin
den Status eines überseeischen EU-Territoriums mit den Vorteilen einer
Zollunion. Das Parlament des Landes, das Landsting, besteht aus 31
Mitgliedern und wird alle vier Jahre gewählt. Außerdem sind zwei
grönländische Abgeordnete im dänischen Parlament vertreten. Quelle: ehrenberg-marketing / bearbeitet von pairola-media
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